Internetsicherheit


Das Internet erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Grund dafür ist wohl, da es eine derartige Vielseitigkeit aufweist wie kein anderes Medium. Hauptsächlich dient es natürlich dem Informations- und Datenaustausch (was ja die Grundidee war). Man findet Wissenswertes zu jedem Thema oder Problem oder kann sich in Foren austauschen. Eigene Seiten bieten die Möglichkeit zur Darstellung der eigenen Person, des Hobbys oder was auch immer.
Dies ist allerdings nur die Schokoladenseite. Bei der Selbstverstndlichkeit, mit der heute das Internet genutzt wird, unterschätzt man sehr leicht, welche Gefahren es für den einzelnen Nutzer birgt. Erst recht, da Viren und Spyware (siehe unten) ihre Arbeit meistens unbemerkt verrichten.

Auf diese Gefahren soll hier aufmerksam gemacht werden, aber auch Tipps zum sicheren Surfen im Internet wollen wir an die Hand geben.


Gefahren:

Zunächst ist es erwähnenswert, daß oft ein Zugriff von mehreren Internetseiten auf den eigenen Rechner erfolgt, obwohl man nur eine Seite angewählt hat! Hier wird sozusagen mitgeschrieben, welche Seiten man denn so besucht. Auch sehen Internetseiten die IP-Adresse des Besuchers, wo er herkommt, welchen Browser er hat und noch einiges mehr. Durch Zusammenfgen solcher Informationen kann evtl. ein recht brauchbares Bild des Benutzers entstehen.

1. Viren verstecken sich meistens in Programmen, die, wenn sie gestartet werden, den Virus aktivieren.
Die Auswirkungen können sehr vielfältig sein :
Rechner läuft sehr langsam
Rechner startet nicht mehr
manche Programmen laufen nicht mehr
Daten auf der Festplatte werden zerstört
usw.

2. Spyware richtet eine ganz andere Art von Schaden an. Sie läuft auf dem Rechner im Hintergrund mit und sendet bei Verbindung mit dem Internet diverse Daten an eine von dem Programm vorgegebene Adresse. Diese Daten können Antworten auf folgende Fragen sein :

Welches Paßwort wird gerade auf der Tastatur eingegeben ?
Welche Internetseiten besucht der Benutzer ?
Welche Programme sind installiert ?
Verwenden wir vielleicht Raubkopien ?
Was haben wir denn für Bankdaten ?
Wie lautet das Pawort für das Konto ?

Die Brisanz dieser Daten dürfte jedem klar sein...

3. Cookies sind kleine Text-Dateien, die von vielen Internetseiten auf dem Rechner des Benutzers abgelegt werden. Hieraus läßt sich prima auslesen, welche Seiten man schon besucht hat.

4. Java-Script ist eine Programmiersprache, die im Internet genutzt wird, um Seiten besser aussehen zu lassen bzw. deren Funktionen erst ermöglicht. Sie kann aber auch Funktionen auf dem Rechner des Besuchers ausführen, die denen der Viren oder Spyware gleichen. Zudem ist meistens Java für unerwünschte Werbe-Pop-Ups (zustzliche Fensterchen, die aufspringen) verantwortlich.


Maßnahmen

Am besten geht man also gar nicht ins Internet, oder ?
Das kann natrlich nicht die Lösung sein - braucht es auch nicht, wenn man einige Regeln beachtet. Tatsächlich kann man einen hohen Grad an Sicherheit erreichen, allerdings bedeutet höhere Sicherheit auch größeren Aufwand bzw. Einschränkungen. Wieviel Sicherheit man haben möchte, bleibt also jedem selbst überlassen...


Stufe 1          Grundlegendes
1. Emails von unbekannten Absendern am besten ungelesen löschen bzw. deren
  Anhänge keinesfalls starten! Auch Links in diesen emails nicht folgen!
2. Niemals das Pawort für ein (Giro-)Konto irgendwo eingeben!
3. Die Eingabe des Namens und/oder der Kreditkartennummer hat fast immer mit
  Geld zu tun! Machen Sie diese Eingaben nur auf vertrauenswürdigen
  Seiten (Mißtrauen ist angebracht)!
4. Achten Sie darauf, was Sie anklicken! (Will mich da jemand irgendwohin lotsen?)
  Halten Sie die Adresse im Auge, wo Sie gerade sind!
5. Benutzen Sie nach Möglichkeit kein Online-Banking. Daten, bei denen es um
  Geld geht, werden besonders gern ausspioniert! Außerdem können Überweisungen
  umgelenkt werden - der Benutzer merkt natürlich erstmal nichts!

Stufe 2          Der Browser und seine Einstellungen
Benutzen Sie statt des Internet-Explorers einen Browser von einer unabhngigen Firma. Mozilla Firefox oder Opera sind bessere und kostenlose Alternativen. Microsoft neigt dazu - ähnlich wie Google - Daten zu sammeln. Cookies und das Java-Script lassen sich im Browser ausschalten. Das hat allerdings zur Folge, da manche Seiten nicht vollständig angezeigt werden oder daß Online-Einkaufen nicht mehr möglich ist. Firefox bietet hier in Kombination mit NoScript (Plugin) sehr gute Einstellmöglichkeiten, wie etwa das Löschen der Cookies beim Beenden des Programms oder das Verhindern des Zugriffs anderer Seiten.

Stufe 3          Schutzprogramme
Es ist immer richtig, Schutzprogramme zu installieren. Zweckmig ist hier die Kombination aus Virenscanner, Anti-Spyware und Firewall (Eine Firewall ist meist in Windows integriert - EINSCHALTEN!). Die Sicherheit wird dadurch entscheidend erhöht, bei geringen Nebenwirkungen : Virenscanner bremsen den Rechner geringfgig und müssen auf aktuellem Stand gehalten werden, was normalerweise automatisch geschieht. Anti-Spyware meldet sich oft bei der Installation von Programmen mit Fragen und eine Firewall muß richtig konfiguriert werden, um ein gutes Gleichgewicht zwischen Schutz und Internetfunktion (siehe Java) zu bekommen.

Stufe 4          Der Rechner
Benutzen Sie einen separaten Rechner für das Internet. Dieser braucht nur mit den nötigsten Programmen bestückt zu sein und leistungsmäßig nicht viel zu können. Auerdem sollte der Rechner mit keinem Netzwerk (auch kein WLAN) verbunden sein. Datenaustausch per USB-Stick ist zwar aufwendiger, aber die Sicherheit ist deutlich erhöht, da ein eventueller Virenbefall begrenzt bleibt und - was noch wichtiger ist - die Programme, mit denen man arbeitet nicht ins Internet kommen, um Verbindung mit zu Hause aufzunehmen.

Stufe 5          Das Betriebssystem
Wie schon erwähnt ist Microsoft immer daran interessiert, was der Benutzer macht. Und was er denn für eine Hardware hat. Und welche Software. Und ob er frische Socken anhat. - Nein, das ist ein Scherz - obwohl... Nun, wenn man das alles für sich behalten möchte und schon einen Extra-Rechner fürs Internet in Betrieb hat und sich nicht scheut, die Sicherheit auf die Spitze zu treiben - dann wirft man Windows vom Rechner und installiert Linux. Das Handling von Linux ist ähnlich wie Windows, in das Dateimanagement muß man sich einarbeiten und zum installieren fremder (nicht vom Distributor) Programme braucht man mindestens Abitur und gute Nerven, aber zum Surfen im Internet gibt es nichts Besseres! Es kann folgende Vorteile für sich verbuchen :

1. leicht zu installieren
2. Viren sind praktisch unbekannt
3. Spyware ist praktisch unbekannt
4. mehrere Browser und email-Programme werden mitgeliefert
5. immer auf dem aktuellen Stand durch Update über das Internet
6. vertrauenswürdiger, da keine finanziellen Interessen dahinterstehen
7. kostenlos


Fazit :
So schön das Internet ist, man sollte sich immer der Gefahren bewut sein - wie beim Autofahren auch. Es gilt, das Risiko klein zu halten, denn persönliche Daten sind sehr begehrt, da man sie verkaufen kann - vorwiegend an Call-Center. Oder man nutzt sie, um ein bißchen Geld anzuheben - von IHREM Konto.
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Bezugsquellen :

Anti-Viren-Programm AVG (kostenlos)  gibts hier
Anti-Spyware Spybot (kostenlos)   gibts hier
Internet-Browser Firefox (kostenlos)   gibts hier
NoScript (Plugin für Firefox, kostenlos)   gibts hier
Ubuntu-Linux (kostenlos)   gibts hier
Linux-Mint (kostenlos)   gibts hier
Debian-Linux (kostenlos)   gibts hier