Historisches



Einern

Einern ist eine Ortslage im Wuppertaler Stadtteil Oberbarmen (Ortsteil Nächstebreck-West) an der Stadtgrenze zu Sprockhövel-Gennebreck. Sie geht aus einem Oberhof aus dem 11. Jahrhundert hervor.


Lage

Einern liegt im Wuppertaler Norden auf 314 Meter über NN auf der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen der Wupper und der Ruhr. An der Nordseite entspringt auf 310 Meter über NN der Deilbach. Die Ortslage weist eine lockere Wohnbebauung auf und grenzt im Süden nahtlos an den stark besiedelten Wuppertaler Ortsteil Schraberg. Im Norden schließen sich Felder und kleine Waldgebiete an. Die Landesstraßen L432 und L924 kreuzen sich in der Ortslage.


Geschichte

Einern wurde zuerst um das Jahr 1050 im Urbar C des Klosters Werden als Ober- oder Sattelhof erwähnt. Ein Eneri von Enhard war dem Abt des Klosters verpflichtet, erhebliche Abgaben und Zinsleistungen zu erbringen. Aufgrund der Abgabenhöhe lässt sich schließen, dass dem Hof schon zu dieser Zeit mehrere weitere Höfe unterstanden. Aus späteren Urkunden ist belegt, dass zu diesen Höfen die halbe Bauernschaft des benachbarten Gennebreck gehörte, unter anderen der Hof Auf dem Schee. Die Bauern der Bauernschaft teilten sich genossenschaftlich die Nutzung des Waldgebiets Einerner Mark.

Im Spätmittelalter ging der Hof Einern zusammen mit den umliegenden Höfen in den Besitz der Grafen von der Mark über, die schon zuvor das klösterliche Vogteiamt besaßen. Einern wurde dem Amt Wetter zugeteilt und war seit 1245 Grenzort zum Herzogtum Berg. Kirchenrechtlich lag es im Kirchspiel Schwelm.

Nach der Eroberung der Grafschaft Mark durch Frankreich wurde Einern 1806 Teil des Departement Ruhr im Arrondissement Hagen, Mairie Haßlinghausen. 1815 kam das französisch besetzte Gebiet zu Preuen, das Einern im Folgejahr dem neu geschaffenen Kreis Elberfeld zuteilte. 1860 ging der Weiler an den Stadtkreis Barmen und gelangte so 1929 zur neu gegründeten Stadt Wuppertal.


Quelle: Wikipedia.de